Die Rückkehr zur Regenbogenbrücke.....

09.03.2017 Heute hat Tobi seine letzte Reise angetreten. Er wurde 17 Jahre alt. Wir werden dich nie vergessen, dicker Junge.

 

 

.........Von Zeit zu Zeit sagen Leute zu mir „wach auf, es ist nur ein Hund!“ – sie verstehen nicht, warum man diese Wege zurücklegt, so viel Zeit und Gefühle investiert, oder die Kosten auf sich nimmt, die „nur ein Hund“ mit sich bringt.
Manche meiner stolzesten Momente verdanke ich „nur einem Hund.“
Viele Stunden sind vergangen in denen meine einzige Gesellschaft ... „nur ein Hund“ war,... aber ich fühlte mich nicht ein einziges Mal missachtet oder allein. Einer meiner traurigsten Momente wurden durch „nur einen Hund“ hervorgerufen und an dunklen Tagen war es „nur ein Hund“, dessen freundliche Berührung mir Wohlbefinden und die Stärke, um den Tag zu überstehen, brachte.

Falls du auch denkst, es ist „nur ein Hund“,dann wirst du vermutlich auch Sätze kennen, wie „nur ein Freund“, „nur ein Sonnenaufgang“ oder „nur ein Versprechen“.
Es ist „nur ein Hund“, welcher das wesentliche aus Freundschaft, Vertrauen und purer unverfälschter Freude in mein Lebenbringt. „Nur ein Hund“ ruft in mir das Mitleid und die Geduld hervor, die mich zu einem besseren Menschen macht. „Nur ein Hund“ bringt mich dazu früh aufzustehen, lange Spaziergänge zu machen und sehnsüchtig in die Zukunft zublicken.

Deswegen ist es für mich und den Menschen wie ich es bin eben nicht „nur ein Hund“, sondern eine Verkörperung aller Hoffnungen und Träume für die Zukunft, geliebte Erinnerungen und der pure Genuss der Gegenwart. „Nur einHund“ zeigt was gut an mir ist und lenkt meine Gedanken ab.

Ich hoffe, die anderen Menschen können eines Tages verstehen, dass es nicht „nur ein Hund“ ist,sondern etwas, das mir Menschlichkeit verleiht und mich zu mehr macht als nur „ein Mensch“.

Also wenn du dasnächste Mal den Satz „nur ein Hund“ hörst, dann lächle, weil sie es „nur“ nicht verstehen. Wenn du in seine Augen blickst, lässt du all deine Ängste, Sorgen, Traurigkeit und Probleme zurück, denn Hunde geben uns die Flügel, die wir nicht haben und niemals haben werden.

Richard Dehmel (1863-1920)

 

Ich bin traurig. Machs gut, meine kleine Kyra und grüße alle Sternchen im Regenbogenland. Dein Bruder Zeus

Ömchen 01.01.2000 - 20.09.2014

12.08.2014

Taika.mp4
MP3 Audio Datei 35.6 MB

Brief jenseits vom Regenbogenland 

Du warst bei mir bis zum Ende.Und auch nachdem ich schon gegangen war,hast du mich noch eine Weile gehalten.Ich sah dich weinen.Ich würde dir so gerne sagen, dass ich alles verstanden habe.Du hast diese letzte Entscheidung nur für mich gefällt.Und sie war weise.Es war Zeit für mich zu gehen.Ich danke dir für dein Verständnis.Niemand wird meinen Platz einnehmen.Aber die, die nach mir kommen, brauchen die Liebe und Zuneigung so, wie ich sie hatte.Du denkst immer an mich.

Das sind Momente, wo du so unendlich traurig bist.Bitte, denk nicht voller Trauer zurück.Denke nur daran, wie glücklich wir waren.Und wenn die nächsten Wegbegleiter dich für immer verlassen müssen,dann werde ich an der Regenbogenbrücke auf sie warten.Ich werde ihnen danken, dass auch sie dich glücklich machten.Und ich werde auf sie aufpassen - für Dich!Ich danke dir dafür, dass…Du mich geliebt hast Du für mich gesorgt hast und Du den Mut hattest, mich mit Würde gehen zu lassen.

(Verfasser unbekannt)

 

 

Ein kleiner Hund kam an der Regenbogen-Brücke an und ein Rudel von Hunden kam sofort zu ihm hingelaufen,
um ihn zu begrüßen. Er war darauf gefasst, das er nun angegriffen würde, aber das war die erste Meute, die nur mit dem Schwanz wedelten.  Anstatt ihn zu beißen, küssten sie ihn einfach. Es war wunderschön da und jeder war ganz lieb zu ihm. Keiner von ihnen wurde in einer „Welpen Fabrik“ geboren, so wie er damals, und dann als Kampfhund benutzt, um letztlich in der Gosse zu sterben, weil er eine hässliche Promenadenmischung war. Sie erklärten, dass sie auf ihre Herrchen und Frauchen warten würden, die sie so geliebt hatten. Was ist Liebe?, fragte der kleine Hund und Gott ließ ihn auf die Erde zurückkehren um das herauszufinden. Warm und dunkel , er wartete zusammengekauert 
mit den anderen darauf, geboren zu werden. Ängstlich wartete er bis zu letzt, als er dann an den Hinterfüßen herausgezogen wurde. Unbehaarte Hände hielten ihn vorsichtig und trockneten ihn ab. Sie zeigten ihm, wo es einen
 Schluck warme Milch gab. Er hatte nicht die Kraft dazu, sich lange an der Zitze festzuhalten. Seine Brüder und Schwestern waren weitaus kräftiger als er selbst und stießen ihn zur Seite. Die Menschenhand drückte die anderen Welpen ein wenig zur Seite und hielten seinen Köper, so das er trinken konnte. Ahhhh.... so ist es besser! dachte er und trank, bis er erschöpft  war und zusammengekuschelt bei seiner Mutter eingeschlafen ist. Ich erinnere mich genau daran sagte er erfreut. Zu dumm, das ich erwachsen werden musste und hinaus in die Kälte und Nässe musste um dort zu kämpfen und als  Verliererhund zu sterben. Ich erinnere mich, was es heißt ein Hund zu sein, dachte er traurig.
Diese Nacht kroch er auf seine Mutter und versuchte zu trinken, aber er viel immer wieder zur Seite weg. Wenn die anderen vollgetrunken waren, dann wurde ihnen der Bauch geleckt und er konnte nur noch die Restmilch trinken,
die die anderen übrig gelassen hatten.

Aber die Menschenhand war nicht da, die ihm geholfen hatte, dass er auch noch was abbekommen hatte, die Zitzen waren immer schon leer, als er an der Reihe war. Es war sogar schon schwer genug, dass er aufstehen konnte. Er war noch so klein und schmächtig. Er fiel auf den Rücken und konnte sich nicht mehr aufrichten. So begann er zu schreien. Sofort kam ein Mensch herbeigeeilt und sofort war die Menschenhand wieder da und dann gaben sie ihm einen Gumminippel in den Mund. Es hat nicht so gut geschmeckt, wie die der  Mutter, aber es war warm und vertrieb die Schmerzen in seinem kleinen Magen. Er hatte Probleme mit dem Atmen, weil seine Lungen nicht voll entwickelt waren. Er hatte einfach zu lange gebraucht um den anderen in die Gebärmutter zu folgen, als er die letzte Chance von der Regenbogenbrücke genommen hatte. Er konnte den Herzschlag des Menschen spüren, der ihn zugedeckt mit einem warmen, weichen Tuch auf den Bauch genommen hatte. Das hielt seinen knochigen kleinen Körper schön warm und die ständigen, sanften Streicheleinheiten haben ihn sehr beruhigt. Er dachte wieder an seinen neuen Freund, der so
lieb an der Regenbogenbrücke zu ihm war und Gott fragte, ob er wohl nochmals zurück dürfe. Gott sagte:“ Ja, aber nicht jetzt. Du wolltest erleben, was Liebe ist.“ So wurde er für einige Stunden (es kam ihm vor wie Tage, aber er wußte nicht, was Zeit ist und es war ja auch dunkel), gaben ihm die Menschen seine Milcheinheiten und die Liebe und Wärme seiner Mutter wieder.

Er wurde größer und agiler und der Mensch nahm ihn immer öfter aus dem Nest, um bei ihm zu schlafen, so lange
er liebkost und geküßt wurde und den Herzschlag hören konnte, der fest und lieb klang. Dann kam Gott und fragte ihn: “ Bist du bereit zu uns auf die Regenbogenbrücke zurück zu kommen?“ „Ja“  antwortete er, mit Wehmut, weil der Mensch  ihn nicht gehen lassen wollte und zu weinen begann. Er ließ die Luft aus seinen Lungen und ging zurück
über die Regenbogenbrücke. Dort schaute er auf den Menschen, der immer noch weinte und seinen Körper in den Händen hielt, den er sich für diesen Ausflug geborgt hatte. „Danke, Gott“, sagte er. “ Liebe ist Wunderbar, und nun werde ich auch an der Regenbogenbrücke auf den Menschen warten, um zu sagen, dass ich sie auch geliebt habe.

08.03.2011

Heute ist  Bobby über die Regenbogenbrücke gegangen.

Machs gut kleiner Bobs. Wir werden dich niemals vergessen, du warst einfach ein Schatz und "Omas" Sonnenschein.

Aisha, Pato und Schnitzel, laßt es Euch gut gehen auf der anderen Seite des Regenbogens.

Innerhalb von 2 Jahren haben meine Kinder 6 geliebte Tiere über die Regenbogenbrücke gehen lassen müssen.

 

Was ist nur los an der Regenbogenbrücke ?

Anders als die meisten Tage an der Regenbogenbrücke, dämmerte es an diesem Tag, es war kalt und grau. Alle Neuankömmlinge
an der Brücke wussten nicht was sie davon halten sollten, denn sie hatten noch nie so einen Tag erlebt. Aber die Tiere, die schon lange auf ihren geliebten Menschen gewartet hatten, um ihn über die Brücke zu begleiten, wussten was geschehen würde und sie fingen an,sich an dem Weg zur
Brücke zu sammeln.

Schnell kam ein älterer Hund in Sicht, sein Kopf hing nach unten und er zog seinen Schwanz nach. Er näherte sich langsam, und obwohl er keine Anzeichen von Verletzungen oder Krankheiten zeigte, war er in großem emotionalem Schmerz. Im Gegensatz zu den anderen Tieren, die sich entlang des Weges gesammelt hatten, hatte er beim überqueren der Brücke nicht seine Jugend und Vitalität zurück erhalten. Er fühlte sich fehl am Platz und wollte nur zurück, um sein Glück zu finden.
Aber als er sich der Brücke näherte, wurde er von einem Engel aufgehalten, der sich entschuldigte und ihm erklärte, dass der müde und gebrochene alte Hund die Brücke nicht überqueren dürfe. Nur die Tiere, die von ihren Menschen begleitet wurden, durften die Brücke überqueren. Da er niemanden hatte und auch nicht wusste wohin er sollte, stapfte der Hund in das Feld vor der Brücke. Dort fand er andere Hunde, Senioren, traurig und entmutigt. Im Gegensatz zu den anderen Tieren, die darauf warteten die Brücke zu überqueren, rannten und spielten diese Tiere nicht.
Sie lagen einfach im Gras und starrten einsam und verloren auf den Weg, der über die Rainbow Bridge führte. Der alte Hund beobachtete den Weg und wartete ... noch nicht wissend, auf was er wartete.

Einer der neueren Hunde an der Brücke fragte eine Katze, die da schon länger war, was denn geschehe. Die Katze antwortete: "Diese armen Tiere wurden ausgesetzt, verlassen, oder in Tierheimen abgegeben, aber sie haben auf der Erde nie ein Zuhause gefunden. Sie alle kamen einzig mit der Liebe eines Tierschützers, der sie tröstete. Weil sie keine Menschen hatten die sie liebten haben sie niemanden, der sie über die Regenbogen Brücke begleiten konnte. "

Der Hund fragte die Katze, "Aber was wird mit den Tieren geschehen?" Bevor die Katze antworten konnte, begannen die Wolken sich zu teilen und die Kälte verwandelte sich zu strahlendem Sonnenschein. Die Katze antwortete: "Schau, und Du wirst es sehen." In der Ferne war eine einzelne Person zu sehen , und als sie sich der Brücke näherte, wurden die alten, gebrechlichen und traurigen Tiere in ein goldenes Licht getaucht. Sie wurden auf einmal wieder jung und gesund, und standen auf, um zu sehen, was ihr Schicksal sein würde. Die Tiere, die sich zuvor auf dem Weg gesammelt hatten, senkten die Köpfe, als sich die Person näherte. Jedes Tier mit einem gesenktem Kopf schenkte die Person einen Berührung oder Umarmung.

Einer nach dem anderen schlossen sich die jetzt jungen und gesunden Tiere aus dem Feld der Schlange hinter der Person an. Gemeinsam gingen sie über die Regenbogenbrücke in eine Zukunft des Glücks und der unbestrittenen Liebe.

Der Hund fragte die Katze, "Was ist passiert?" Die Katze antwortete: "Das war ein Tierschützer. Die Tiere entlang des Weges die sich verbeugt hatten, hatten ihr Zuhause durch den Tierschützer gefunden. Sie werden die Brücke überqueren, wenn ihre Menschen hier an der Brücke ankommen. Aber die Ankunft eines Tierschützers ist ein großes und feierliches Ereignis, denn als Belohnung dürfen sie einen letzten Akt der Rettung durchführen. Sie dürfen all diese armen Tiere, denen sie auf der Erde kein eigenes Zuhause finden konnten über die Regenbogenbrücke mitnehmen. "
Der Hund dachte einen Moment nach und sagte dann: "Ich mag Tierschützer."
Die Katze lächelte und antwortete: "So ist der Himmel, mein Freund. Ja, so ist der Himmel.

15.12.201

Nun ist Bobby  auch im Hundeparadies.

Fast 20 Jahre war er der treue Gefährte  unserer Nachbarin Edelgard.

Machs gut, alter Juge..

 

 

 

24. Oktober 2012

Time to say goodbye

Bosley, 15  Jahre warst  Du uns ein wunderbarer Freund.

Du wirst uns fehlen.

Der Tod ist das Tor zum Licht

am Ende eines mühsam gewordenen Weges.

-Franz von Assisi-

 

 

Heute ist unser lieber Pfotenkumpel "Marek" über die Regenbogenbrücke gegangen. Machs gut, dicker Brummbär!

                                                                                                                    

 
  Von: J. Ellis - bewilligte Übersetzung von E. Wittwer
 
  Die Geschichte von Lea
 
   Ich weiß nicht mehr viel von dem Ort, wo ich geboren bin. 
   Es war eng und dunkel 
   und nie spielte ein Mensch mit uns.
   Ich erinnere mich noch an Mama und ihr weiches Fell,
   aber sie war oft krank und sehr dünn.
   Sie  hatte nur wenig Milch für mich und meine Brüder
   und Schwestern. Die meisten von ihnen waren plötzlich gestorben.
   Als sie mich von meiner Mutter wegnahmen,
   hatte ich furchtbare Angst und war sehr traurig.  
   Meine Milchzähne waren kaum durchgestoßen
   und ich hätte meine Mama doch noch so sehr gebraucht.
   Arme Mama, es ging ihr so schlecht.
   Die Menschen sagten, dass sie jetzt endlich Geld wollten
   und dass das Geschrei meiner Schwester und mir
   ihnen auf die Nerven gingen.
   So wurden wir eines Tages in eine Kiste verladen und fortgebracht.
   Wir kuschelten  uns aneinander und fühlten wie wir beide zitterten,    
   ohnmächtig vor Angst.
   Niemand kam, um uns zu trösten.
   All diese seltsamen Geräusche und erst noch die Gerüche ,
   wir sind in einem  "Petshop", einem Laden,
   wo es viele verschiedene Tiere gibt.   
   Einige miauen, andere piepsen, einige pfeifen.
   Wir hören auch das  Wimmern von andern Welpen
   Meine Schwester und  ich drücken uns eng zusammen
    in dem kleinen Käfig .
   Manchmal kommen Menschen uns anschauen,
   oft ganz kleine Menschen, die sehr fröhlich aussehen,
   als wollten sie mit uns spielen.   
   Tag um Tag verbringen wir in unserem kleinen Käfig.         
   Manchmal packt uns jemand und  hebt uns hoch um uns zu begutachten.  
   Einige sind freundlich und streicheln uns,
   andere sind grob und tun uns weh. 
   Oft hören wir sagen "Oh, sind die süß, ich will eines",
   aber dann gehen die Leute wieder fort.
 
   Letzte Nacht ist meine Schwester gestorben.   
   Ich habe meinen Kopf an ihr weiches Fell gelegt und gespürt,
   wie das Leben aus dem dünnen Körperchen gewichen ist.
   Als sie sie am Morgen aus dem Käfig nehmen sagen sie,
   sie sei krank gewesen und  ich sollte jetzt verbilligt abgegeben werden,
   damit ich bald wegkomme.       
   Niemand beachtet mein leises Weinen, als mein kleines Schwesterchen
   weggeworfen wird.
   Heute ist eine Familie gekommen und hat mich gekauft !
   Jetzt wird alles gut !
   Es sind sehr nette Leute, die sich tatsächlich für MICH
   entschieden haben.
   Sie haben gutes Futter und einen schönen Napf dabei
   und das  kleine Mädchen trägt mich ganz zärtlich auf den Armen.
   Vater und Mutter sagen, ich sei ein ganz süßes und braves Hündchen.
   Ich heiße jetzt Lea.
   Ich darf meine neue Familie sogar abschlabbern,
  das ist wunderbar.
   Sie lehren mich freundlich, was ich tun darf und was nicht,      
   passen gut auf mich auf,
   geben mir herrliches Essen und viel, viel Liebe.
   Nichts  will ich mehr, als diesen wunderbaren Menschen gefallen        
  und nichts ist schöner als mit dem kleinen Mädchen herumzutollen
   und zu spielen.    
  Erster Besuch beim Tierarzt.
   Es war ein seltsamer Ort, mir schauderte.
   Ich bekam einige Spritzen. Meine beste Freundin,
  das kleine Mädchen, hielt mich sanft und sagte,
   es wäre Ok, dann entspannte ich mich. 
   Der  Tierarzt schien meinen geliebten Menschen traurige Worte zu sagen,   
  sie sahen ganz bestürzt aus.
   Ich hörte etwas von schweren Mängeln  
   und von Dysplasie E und von Herz zwei.   
   Er sprach von wilden Züchtern und dass meine Eltern
   nie gesundheitlich getestet worden seien.
   Ich habe nichts von alledem begriffen aber es war furchtbar,
   meine Familie so traurig zu sehen.
   Jetzt bin ich sechs Monate alt.
   Meine gleichaltrigen Artgenossen sind wild und stark,  
   aber mir tut jede Bewegung schrecklich weh.
   Die Schmerzen gehen nie weg.
   Außerdem kriege ich gleich Atemnot, wenn ich nur
   ein wenig mit dem kleinen Mädchen spielen will.
 
   Ich möchte so gerne ein kräftiger Hund sein,
   aber ich schaffe es einfach nicht.
   Vater und Mutter sprechen über mich.
   Es bricht mir das Herz, alle so traurig zu sehen.
   In der Zwischenzeit war ich oft beim Tierarzt
   und immer hieß es "genetisch"  und  man kann nichts machen..     
   Ich möchte draußen in der warmen Sonne mit
   mit meiner Familie spielen, möchte rennen und hüpfen.  
   Es geht nicht.
   Letzte Nacht war es schlimmer als eh und je.
   Ich konnte nicht einmal mehr aufstehen um zu trinken
   und nur noch schreien vor Schmerzen.     
   Sie tragen mich ins Auto.
   Alle weinen. Sie sind so seltsam, was ist los ?    
   War ich böse ? Sind sie am Ende böse auf mich ? 
   Nein, nein, sie liebkosen mich ja so zärtlich.
   Ach wenn nur diese Schmerzen aufhörten !
   Ich kann nicht mal die Tränen vom Gesicht
   des kleinen Mädchen ablecken
   aber wenigstens erreiche ich seine Hand. 
   Der Tisch beim Tierarzt ist kalt. Ich habe Angst.
   Die Menschen weinen in mein Fell, ich fühle,
   wie sehr sie mich lieben. 
   Mit Mühe schaffe ich es, ihre Hand zu lecken.
   Der Tierarzt nimmt sich heute viel Zeit und ist sehr freundlich,
   und ich empfinde etwas weniger Schmerzen.
   Das  kleine Mädchen hält mich ganz sanft,
   ein kleiner Stich... Gottseidank, der Schmerz geht zurück.
   Ich fühle tiefen Frieden und Dankbarkeit
   Ein Traum: ich sehe meine Mama, 
   meine Brüder und Schwestern auf einer großen grünen Wiese.  
   Sie rufen mir zu, dass es dort keine Schmerzen gibt,
    nur Friede und Glück.
   So sage ich meiner Menschenfamilie Aufwiedersehen
   auf die einzige mir mögliche Weise: 
   mit einem sanften Wedeln und einem kleinen Schnuffeln.
   Viele glückliche Jahre wollte ich mit Euch verbringen,
   es hat nicht sein sollen.
   Statt dessen habe ich Euch so viel Kummer gemacht.
   Es tut mir leid, ich war halt nur eine Händlerware. 
 
                                                       Lea
 

Der Hundehimmel

Wenn Hunde in den Himmel
kommen, brauchen sie keine
Flügel, denn Gott weiß,
dass Hunde rennen möchten.

So gibt er ihnen Wiesen. Wiesen und Wiesen und Wiesen.

Wenn ein Hund im Himmel ankommt,
dann rennt er einfach los.

Im Hundehimmel gibt es schöne Seen,
groß und klar. Und überall Gänse, die
flattern und schnattern, zupfen und
rupfen. Hunde lieben das.

Sie rennen am Wasser entlang und
bellen und bellen. Und Gott, hinter
einem Baum verborgen, schaut ihnen
zu und lächelt.

Natürlich gibt es Engel dort,
Engelkinder.

Gott weiß, dass Hunde Kinder mehr lieben
als alles andere sonst auf der Welt. Darum schickt er
viele Engelkinder in seinen Hundehimmel.
Es gibt dort Kinder mit Fahrrädern und Kinder
mit Schlitten; es gibt Kinder, die rote
Gummibälle werfen, und Kinder, die ihre
Drachen durch die Wolken ziehen. Die Hunde
sind dabei, und die Kinder lieben sie heiß.

Und, oh, Hundekuchen!
Hundekuchen über Hundekuchen,
so weit das Auge reicht.

Gott hat einen Sinn für Humor. So gibt
er seinen Hundekuchen die Gestalt von
witzigen Tieren und anderen Sachen:
Kätzchen-Hundekuchen gibt es und
Eichhörnchen-Hundekuchen.
Aber auch Eiskrem-Hundekuchen und
Schinkenbrötchen-Hundekuchen.

Klar, jeder Engel, der vorbeikommt, hat
einen Leckerbissen für jeden Hund.

Und natürlich, alle Gottes-Hunde
gehorchen sofort, wenn ein Engel
„Sitz!" sagt.

Im Hundehimmel wird jeder
Hund ein guter Hund.

Gott schüttelt unermüdlich Wolken auf;
damit macht er weiche Kuschelbetten
für seinen Hunde im Hundehimmel.
Und wenn sie dann müde sind vom vielen
Rennen und Bellen und Schinkenbrötchen-
verschlingen, findet ein jeder von ihnen
ein Wolkenbett zu Schlafen.

Sie legen sich nieder,
drehen sich um und
um auf ihrer Wolke…

…bis sie genau richtig liegen,
und dann rollen sie sich zusammen
und schlafen ein.

Gott wacht über jeden Einzelnen von ihnen,
und schlechte Träume gibt es nicht.

Alle Hunde im Hundehimmel
haben jemandem gehört,
solange sie auf der Erde waren.
Natürlich haben sie das nicht vergessen.
Ihr Himmel ist voller Erinnerungen.

Und manchmal führt ein Engel einen
Hund zu einem kleinen Besuch zurück
auf die Erde. Niemand auf der Erde kann
ihn sehen oder hören. Aber der Hund
schnüffelt in seinem alten Hof herum,
sieht nach der Katze von nebenan, folgt
seinem Menschenkind auf dem Schulweg,
hockt sich vor die Gartentür und wartet
auf den Briefträger.

Und dann, wenn er
zufrieden feststellt,
dass alles in Ordnung ist,
kehrt er mit seinem
Engel in den Himmel
zurück.

Denn das ist ihr Platz,
ganz in der Nähe Gottes,
der sie geschaffen hat.

Die Hunde im Hundehimmel,
die auf der Erde kein
richtiges Zuhause hatten,
bekommen eines im Himmel.

Dort haben sie Höfe und Vorgärten zum darin Spielen,
und Sofas zum darauf Liegen und Tische zum darunter Sitzen,
während die Engel ihre Mahlzeiten einnehmen.

Natürlich hat jeder Hund seinen Napf
mit seinem Namen darauf.
Und jeder Hund wird den ganzen Tag gestreichelt
Und bekommt gesagt, wie brav er ist.

Hunde dürfen im Hundehimmel bleiben,
solange sie möchten, und das kann
bedeuten, für immer.

Wenn alte Freunde ankommen, werden sie
schon erwartet. Die Hunde im Hundehimmel
werden da sein, gleich an der Himmelspforte:

                                           Beinahe wie Engel !

 

-Verfasser unbekannt-